Vermehrerhunde nennt man die Eltern von  Billigwelpen, die zu nichts anderem gehalten werden, als so oft wie möglich so viel wie möglich Nachwuchs zu produzieren.

Gebärmaschinen auf vier Pfoten. Um einen möglichst hohen Profit zu erzielen, werden die Tiere auf niedrigstem Niveau gehalten – ohne medizinische Versorgung (von Hormonbehandlungen abgesehen, um die Läufigkeit zu erhöhen), ohne ausreichend und gutes Futter (oft nur Essensreste) oder saubere Unterkünfte. Im Winter bei Minusgraden – im Sommer der Hitze ausgesetzt.  Sie vegetieren von Trächtigkeit zu Trächtigkeit dahin. In dunklen, verdreckten Boxen gehalten, sterben viele elendig und allein. Oft ohne jemals die Außenwelt kennengelernt zu haben oder menschliche Zuwendung erfahren zu haben. Den Deckrüden ergeht es nicht besser. Isoliert in Einzelhaltung, mit Schlägen, Tritten und auch Elektroschocks gefügig gemacht, bis ihre „Dienste“ wieder benötigt werden.  Die Hündinnen bekommen oftmals einen Sack über den Kopf und werden für den Deckakt meist gefesselt, über viele Jahre hinweg. Und dennoch versuchen diese Hündinnen ihren Nachwuchs, so gut es eben in dieser erbärmlichen Umgebung geht, zu versorgen.

Auch hier regelt die Nachfrage das Angebot. Solange Menschen nur auf den Preis achten und sich keinerlei Gedanken machen, wo diese viel zu jungen zum Verkauf angebotenen Welpen herkommen, wird es auch weiterhin diese Tierhölle geben.

Der Tod ist oft eine Erlösung für die Tiere.

„Rassehunde aus liebevoller Aufzucht“ zum Preis von ein paar Markenschuhen, da bleiben Gedanken an Tierleid anscheinend ausgeschaltet. Die Welpenmafia vertraut aber gerade auf das Mitleid der Käufer. Man will das Tier „retten“, aber genau damit wird der Kreislauf leider aufrechterhalten. Hund verkauft – Hund produziert – Hund verkauft usw.

Sie werden in Kofferräumen oder LKW’s in Nachbarländer zum Verkauf transportiert.

Viel zu früh von der Mutter genommen, mit falschen Papieren und Impfpässen – und meist schon sehr krank. Da die Mütter nicht tierärztlich versorgt werden, leiden auch die Welpen schon an Krankheiten, Würmern/Milben und werden von Mangelernährung geplagt.

 Sie werden auf Märkten (z.B. in Lüttich/Belgien), auf Parkplätzen, in Kleinanzeigen und vielfach im Internet angeboten und in machen europäischen Ländern auch noch in Zoohandlungen. Viel zu selten werden bei zufälligen Kontrollen diese Transporte entdeckt. Viel zu selten wird hart gegen die Händler vorgegangen. Der Nachschub für verlorene Transporte wartet  bereits in dunklen Ställen in Polen, Tschechien, Ungarn, Rumänien. Leider gibt es nicht nur in osteuropäischen Ländern diese dunklen Ställe.  Auch in Frankreich, Holland und Deutschland sind sie zu finden. Selbst in Belgien, Hauptsitz der EU, wird nicht  dagegen durchgegriffen.`

Oft werden die Welpen schon mit vier bis sechs Wochen von der Mutter getrennt und haben somit wichtige Lern- und Sozialisierungszeiten nicht vollenden können. Das Ergebnis sind dann unsichere, stress- und auch verhaltensauffällige Tiere, die dann auch schnell wieder abgegeben werden. Endstation – Tierheim.

Viele europäische Tierschutzvereine (u.a. der Deutsche Tierschutzbund, Tasso, Vier Pfoten und die Tierhilfe Belgien) sind bemüht, diesem Handel ein Ende zu setzten. Die Tiere, die gerettet werden konnten (weil die Zuchtstation ausgehoben wurde oder der Händler seine Ware „aussortiert“ hat), sind gesundheitlich ausgelaugt, ängstlich und unterwürfig  - gebrochene Seelen, geschundene Körper.

Gerettete Vermehrerhunde brauchen oft viel  Zeit und Geduld, um wieder den Weg in ein normales Hundeleben zu finden. Die körperlichen Wunden (Tumore, Entzündungen und Wunden) kann man heilen. Die seelischen Wunden bleiben jedoch. Und dennoch merkt man den Hunden die Dankbarkeit an.vhvh2

Für die Hundevermehrer zählt einzig und allein der Profit. Das Wohlbefinden oder die Gesundheit der Hunde kosten ja Geld und spielen daher keine Rolle. Jeder Aufwand würde den Profit  schmälern.

Kaufen Sie nie ein Tier aus Mitleid oder weil es ein tolles Schnäppchen ist. Wenn Ihnen etwas verdächtig erscheint, informieren Sie die örtliche Polizei oder das Veterinäramt.

Menschen fügen den Hunden dieses Leid zu. Und Menschen haben die Möglichkeit, dies zu beenden.

Um diesen skrupel- und herzlosen Vermehrern auf Dauer das Geschäft abzugraben sind nicht nur ein verantwortungsbewusstes Handeln der Käufer gefragt, sondern auch das harte Durchgreifen und Anwenden der bestehenden Tierschutzgesetze.

  • ·Kaufen Sie niemals einen Hund auf der Straße oder auf Märkten im Urlaub.
  • ·Kaufen Sie auf gar keinen Fall einen Welpen aus Mitleid! Sonst machen Sie sich für die weitere Zucht von Vermehrhunden mitverantwortlich!
  • ·Wenn Sie den Verdacht haben, an einen unseriösen Verkäufer geraten zu sein, geben Sie diese Information an den Tierarzt oder den Amtsveterinär weiter.
  • ·Verlangt der Verkäufer Bargeld ohne Beleg und/oder ohne Kaufvertrag, kann dies ein Zeichen für unseriöse Händler sein.

Sprechen Sie mit Freunden und Verwandten über das schmutzige Geschäft mit den Welpen und warnen Sie diese vor einem solchen Kauf!

Tiere über Online Kleinanzeigen zu kaufen ist heute leider gang und gäbe. Egal ob Hundewelpe, Katze, Hase oder sogar Pferd – der Handel mit Tieren im Internet boomt. Das größte Problem ist, dass viele Online Anbieter keine ausreichenden Maßnahmen zur Verhinderung unseriöser Tier-Verkäufe eingeführt haben.

Die Anschaffung eines Haustieres, auch eines Hundes, sollte gut überlegt sein. 

Habe ich ausreichend Zeit für das Tier?                                                                                                                             

Bin ich auch noch in einem Jahr begeistert und bereit, mein Leben anzupassen?                                                                       

Bin ich bereit, die Verantwortung für ein Tier für die nächsten zehn bis 20 Jahre zu übernehmen?

Wenn Sie alle Fragen mit ja beantworten können, finden Sie sicher auch einen Freund fürs Leben in Ihrem örtlichen Tierheim.

Unser Dank geht an Vier Pfoten – Stiftung für Tierschutz, für die zur Verfügung gestellten Fotos.

Unter dem link: https://www.youtube.com/watch?v=uTeFHPXoU-w  finden Sie zusätzlich noch ein Video über Vermehrerhunde von Vier Pfoten in Zusammenarbeit mit Stern TV.

 

Jahreshauptversammlung 2024

Einladung zur Mitglieder-Jahreshauptversammlung  2024 am 14. April um 10 Uhr im Bürgersaal der Gemeinde Berg Bergstraße 35    TOP 1. Begrüßung und Geschäftsbericht  TOP 2. Kassenbericht  TOP 3. Aussprache zu den Berichten  TOP 4. Bericht der Revisoren...

weiterlesen

Kira sucht Hundesitter

Hallo Ich suche für meine Hündin Kira ( Pinscher-Schäfer-Mix, 3 Jahre alt, 10 kg schwer) eine Unterstützung , zuverlässiges Hundesitting oder Patenschaft , einen Ort, wo sie sein kann, damit...

weiterlesen

Zuverlässige Hilfe für Cosmo gesucht

Neunjähriger liebevoller Mischlingsrüde sucht lieben Menschen, der ihn im Falle eines Notfalls seiner Besitzerin vorübergehend aufnehmen uns betreuen könnte. Ich heiße Cosmo und bin ein neun Jahre alter Mischlingsrüde. Ich kenne...

weiterlesen

Wenn Mensch und Tier Hilfe brauchen!

Ihre kleine Unterstützung für ganz großes Glück: Weil die Liebe zum geliebten Tier oft unbezahlbar wird. Seit einiger Zeit erreichen uns vermehrt Hilferufe von Personen, die sich aufgrund zunehmender...

weiterlesen

Wir nehmen wieder Flohmarktartikel an

Um unseren Flohmarkt wieder aufzustocken, nehmen wir sehr gerne saubere und gut erhaltene Artikel an. In der Vergangenheit wurden uns leider immer wieder kaputte und dreckige Sachen vor die  Türe gestellt. Bitte...

weiterlesen

Besuchszeiten

Bei ernsthaftem Interesse an der Adoption eines Tieres können Sie gerne telefonisch unter unserer Nummer 0751-41778 einen Vermittlungs- oder Beratungstermin vereinbaren.

Gerne können Sie auch eine Nachricht und Ihre Rückrufnummer auf unserem Anrufbeantworter hinterlassen, wir rufen stets zeitnah zurück.

Telefonkontakt

Der direkte Draht zu uns: 0751/41778

Aktuelle Termine