Die heißen Temperaturen bedeuten auch für Haus- und Wildtiere eine Gefahr.

Anders als der Mensch können viele Tierarten nicht schwitzen. Die meisten Haustiere regulieren ihren Wärmehaushalt über Trinken oder Hecheln. Deshalb ist jederzeit verfügbares frisches Trinkwasser gerade an  Hitzetagen besonders wichtig. Außerdem braucht das Tier einen kühlen Schattenplatz, an den es sich stets zurückziehen kann. Vermeiden Sie unbedingt große Anstrengungen,  wie z.B. intensives Spiel oder Fahrradtouren. Außerdem kann heißer Asphalt Verbrennungen an den Hundepfoten verursachen Mit Hunden sollte man deshalb in den kühleren Morgen- und Abendstunden Gassi gehen. Gehen Sie mit dem Hund außerhaus, sollten Sie immer auch Wasser für Ihren Vierbeiner dabei haben. Die nötige Abkühlung für die Vierbeiner kann ein Hundepool bringen. Katzen bevorzugen dagegen ein schattiges Plätzchen im Garten oder ziehen sich gern ins kühlere Badezimmer oder den Keller zurück.

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Ein herzliches Dankeschön geht an all jene Geschäfte, die bei diesen Wetterbedingungen Ihren Kunden erlauben, ihren Vierbeiner mit hineinzunehmen, oder die sogar Wassernäpfe bereitstellen.

Vorsicht bei Außengehegen und im Auto

Wer Kaninchen oder Meerschweinchen im Außengehege hält, sollte immer prüfen, ob sich ein großer Teil des Geheges den ganzen Tag über im Schatten befindet. Schattenspendende Häuschen, kühle Steinplatten oder feuchte aufgehängte Tücher können zusätzlich für Kühlung sorgen.

Bitte lassen Sie Ihr Tier nie allein im Auto zurück. Auch bei bedecktem Himmel und selbst im Schatten kann die Temperatur im Fahrzeuginnenraum rasch auf 50 Grad und mehr ansteigen und das Fahrzeug kann so schon innerhalb weniger Minuten zur tödlichen Falle werden – selbst bei leicht geöffnetem Fenster. Passanten, die ein Tier in Not bemerken, sollten umgehend die Polizei oder auch die Feuerwehr informieren, um das Fahrzeug öffnen zu lassen, falls der Fahrzeughalter oder Fahrer nicht schnell genug gefunden werden kann. In unserem Tierheimblättle Nr.  147  haben wir ausführlich darüber berichtet, was Ihr Tier in einem heißen Auto durchmacht.

Wassertränken für Vögel, Igel und Insekten

Vögel, Igel und Co. können bei Hitze schnell dehydrieren, weil Bäche und Pfützen dann sehr schnell austrocknen. In städtischen und agrarindustriell geprägten Gebieten sind natürliche Gewässer zudem eher selten vorhanden. „Tierfreunde können den Wildtieren im Garten oder auf dem Balkon mit flachen Wassertränken dabei helfen, ihren Durst zu stillen und sich abzukühlen. Das Wasser muss täglich gewechselt und die Schale  sauber gehalten werden, um der Übertragung von Krankheitserregern vorzubeugen. Da die Wasserschale möglicherweise auch Insekten wie Bienen anzieht, kann man ein paar kleinere Steine im Wasser verteilen, auf denen diese landen können. Die Steine dienen auch als Ausstiegshilfe für Tiere, die ins Wasser fallen.

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Durch die Trockenheit wird das Insektensterben begünstigt und durch den fehlenden Regen ist der Boden oft zu hart, um nach Würmern zu wühlen. Gerade jetzt, wo die Igel ihre Jungen zur Welt bringen und aufziehen, wird auch Nahrung dringend benötigt. Jeder/jede kann helfen, indem er/sie neben Schälchen mit Wasser auch Katzenfutter (evtl. mit Igelfutter gemischt) in den Garten stellen. Das Futter stellen Sie am besten in eine behelfsmäßige Kiste, damit nicht die eigene oder die Nachbarskatze sich daran gütlich tut. Das Eingangsloch sollte daher nicht größer als 11 mal 11 Zentimeter sein. Vorsicht: „Aufgrund der Nahrungsknappheit sind die Igel nun auch vermehrt tagsüber auf Futtersuche. Dabei sind sie durch zusätzliche Gefahren, wie z.B. Mähroboter,  hochgefährdet.“

Weitere Tipps gibt der Deutsche Tierschutzbund auf seiner Website unter
www.tierschutzbund.de/hitzetipps-wildtiere.


Tierschutzverein Ravensburg, Weingarten und Umgebung e.V.
Kernen 2 | 88276 Berg
Telefon: +49 751 41778 u. 551954 | Telefax: +49 751 55782889
E-Mail: | Internet: www.tierheim-berg.de